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11. Zu den Münzprägungen des Bischofs Magnus, wie sie von H. H. Schou beschrieben wurden

Aus: Michail Nemirowitsch-Dantschenko und Franziskus Pärn:
Die Münzen von Herzog Magnus, Bischof von Ösel-Wiek
, Seite 242-248.

H. H. Schou hat die Münzprägungen des Bischofs Magnus in Hapsal und Arensburg in "Beskrivelse af Danske og Norske Mønter" beschrieben.

Da einige Münzbeschreibungen von Schou nicht in den allgemeinen Rahmen der Münzprägung des Bischofs Magnus paßten, war es nötig, dieselben mit den im Königlichen Münzkabinett in Kopenhagen auf 59 Karten befindlichen Münzabdrucken, die Schou als Unterlage bei seiner Münzbeschreibung gedient hatten, zu vergleichen.

Gewöhnlich sind die Münzen des Bischofs Magnus nachlässig geprägt, dazu noch durch den Umlauf recht abgegriffen. Somit ist die volle Legende nicht immer gut deutlich zu lesen und ist es bei einem kleinen Münzbestand schwer, die Stempel, die zur Prägung benutzt wurden, zu bestimmen.

Schou hat sehr genau nur erkennbare Legenden auf den Münzen beschrieben. Es geht somit in seiner Münzbeschreibung nicht um Genauigkeit der zur Prägung von Münzen benutzten Stempel, sondern um Legendenvarianten im Schou'schen Sinne. Dadurch wurden auch mit gleichen Stempeln geprägte Münzen, wo durch mangelhafte Prägung Treunungszeichen in der Legende weggeblieben sind, als Münzen mit verschiedenen Legenden beschrieben. Oder, zuweilen unter einer Nummer sehr ähnliche Münzen, wie zum Beispiel auf den Karten 10 und 11 (5 Abdrucke, davon 3 verschiedene Stempelvarianten), alle als Schou 12 erfaßt.

Im folgenden Verzeichnis sind der laufenden Nummerierung, die Schou bei der Beschreibung der im Bistum Ösel-Wiek von Bischof Magnus in Hapsal und Arensburg geprägten Münzen benutzte, die entsprechenden zuvor hier beschriebenen Stempelkoppelungsnummern zugefügt, die bei der Besichtigung der Abdrucke auf den Karten sich ergaben.

Bei einer Divergenz in der Legendenbeschreibung bei Schou und dem dazu benutzten Abdruck, wurde versucht, mit einer erläuternden Anmerkung die einzelnen entstandenen Unterschiede zu erklären.

Hapsal 1562 (Schou Seite 76)

7 Ferding 1562 01A/01a Karte 1; 1.
8 Schill. 1562 42B/45a Karte 2; 2.
9     48A/45a Karte 2, 2a.
10     47B/46a Karte 2; 2d.
11     42A/42a Karte 3, 3.
      42D/42a Karte 3, 3. var. a
12     47B/44a Karte 3, 3. var. b
      46A/42a Karte 3, 3. var. d
Dieser Schilling gehört der Legende nach zu Sch 11.
      41A/42a Karte 3, 3. var. s
Auch dieser Schilling gehört zu Sch 11. Schou hat für diesen Schilling die Nummer 14 gegeben, aber im Verzeichnis nicht eingetragen.
13   1562/3 47C/52a Karte 5; 4.
Der undeutliche Revers ist aus dem Jahre 1563. Siehe hierzu Nr. 186.

Hapsal 1563 (Schou Seite 80 und 81)

185 Schill. 1563 47C/52a Karte 6; 1.
186   1562/3 51B/52a Karte 7; 2
Die Nummer 186 ist auf der Karte 7 vorhanden, doch Schou hat sie in seiner Münzbeschreibung nicht benutzt, da schon im Jahre 1562 unter der Nr. 13 eine solche, leider undeutliche, Münze beschrieben wird. In der Münzbeschreibung von Kieler kommen als Hinweise beide Nummern vor, doch irrtümlich bei verwechselten Münzen.

Arensburg 1564

10 Ferding 1564 12A/17b Karte 8; 1.
11     -/10a Karte 9; 2.
12 Ferding 1564   Unter dieser Nummer 5 Abdrücke verschiedener Ferdinge, von denen nur einer der Beschreibung von Sch 12 entspricht.
      15B/19a Karte 11; 3 d.
Die übrigen sind in der Münzbeschreibung als Varianten von Schou nicht erfaßt.
      15B/18a Karte 11; 3 var. b2
      15A/18a Karte 10; 3 var. a
      -/20a Karte 10; 3; Karte 10; 3 var. b1
13     21A/22a Karte 13; 4d.
14     -/23a Karte 12; 4.
15     -/26a Karte 12; 4a.
16     -/25a Karte 12; 4b.
17     25A/26c Karte 13; 4c.
18     22A/23a Karte 13; 4e.
Die Averslegende des undeutlichen Ferd. ist zu lesen: ) MAxDxGxEP·OSI·C·E·RE·
19     21A/21a Karte 14; 4 1/2.
Beim Abdruck des Ferdings ist das Trennungszeichen nach ARENSBORCHx nicht auf der schlecht ausgeprägten Münze zu sehen. Somit sind Reverslegen den wie Sch 19 unbekannt.
20     21A/28a Karte Karte 15; 5a.
Bei Sch 20 aber beschrieben als 21A/27a. Abgesehen des Irrtums im diesen Falle, sind auch solche Koppelungen bekannt.
21     25A/28a Karte 15; 5.
Unter dieser Nummer noch ein Abdruck auf der Karte 15;5 var a, der aber nicht Sch 21 entspricht.
22     25A/27a Karte 16; 5b.
Die Legende entspricht nicht der Beschreibung von Sch 22. Der Ferding ist schlecht geprägt und darum falsch gelesen. Ferdinge wie Sch 22 sind nicht bekannt.
23     26A/26a Karte 17; 6.
24     -/28a Karte 18; 7 var. a.
      -/27a Karte 18; 7.
Entspricht nicht der Beschreibung von Sch 24.
25 Ferding 1564 10A/10a Karte 19; 8.
Bei den Nummern 25 bis 27 und 29 handelt es sich durchweg um den Avers-Stempel 10A. Durch den langen Gebrauch dieses Stempels und wegen schlechter Ausprägung der Münzen sind nicht immer alle Trennungszeichen deutlich zu sehen. Darum die etwas ungenaue Beschreibung der Avers-Legenden bei Schou.
26     10A/11a Karte 20; 9, (9), (9). (3 Abdrucke).
Noch eine Koppelung unter dieser Nummer.
      10A/12a Karte 21; 9 var. a.
Alle diese 4 Ferdinge entsprechen nicht Sch 26 und somit muß diese Beschreibung als ungenau betrachtet werden.
27     10A/10b Karte 22; 9 1/2.
Der Revers ist bei Schou unverständlich und ungenau beschrieben.
28     12A/15a Karte Karte 23; 9 1/2.

Hapsal

29 Ferding 1564 10A/08a Karte 24; 10.

Arensburg

30 Schill. 1564 55A/70a Karte Karte 25; 11.
Der Abdruck ist undeutlich und darum bei Sch 30 ungenau beschrieben. Schillinge wie Sch 30 unbekannt.
31     57A/60a Karte 26; 12.
32     57A/60a Karte 26; (12).
Ist auch Sch 31, somit Schillinge wie Sch 32 unbegründet.
33     59A/62a Karte 27; 13a.
      58A/62a Karte 27; 13.
Gehört nicht zu Sch 33.

1565
Arensburg (Schou Seite 81)

7 Ferding 1565 31A/32a Karte 28; 1.
Siehe hierzu auch Sch 9.
8     30C/32a Karte 28; 1av.
      30A/31a Karte 28; 1a var.
Diese Münze gehört nicht zu Sch 8, aber ist auch nicht für sich erfaßt.
9     31 A/32a Karte 29; (1), (1). (2 Abdrucke).
Beide von Schou falsch gelesen. Sie gehören zu Sch 7.
Noch ein Abdruck eines nur teilweise ausgeprägten Ferdings aus der Ermitage.
      32A/30a Karte 29; 1b.
Die Avers-Legende von Schou und auch Kieler ungenau beschrieben, da weitere ähnliche Stempel damals unbekannt waren. Somit Ferdinge wie Sch 9 unbelegt.
10     26A/31a Karte Karte 30; 1 1/2.
11     30A/34a Karte 31; 2.
12     26A/34a Karte 32; 3.
13     30C/33a Karte 33; 4.
14     26A/34a Karte 34; 5.
Der Avers Doppelschlag, somit keine Koppelung für sich. Der Ferding gehört zu Sch 12.

1567
Arensburg (Schou Seite 82)

1 Schill. 1567 75A/82a Karte 35; 1 var. a.
2     76A/82a Karte 35; 1.
3       Nicht möglich zu vergleichen, da bei Hess 1920/602 ein Foto fehlt.
4     77A/72a Karte 36; 2, (2). (2 Abdrucke).
5     88A/91a Karte 37; 3.
6     -/82a Karte 38; 4.
7     81B/82a Karte 39, 5.
8     85A/82a Karte 40; 5 1/2.
9     86A/85a Karte 41; 6, (6), (6). (3 Abdrucke).
10     80A/72a Karte 42; 7.
Im Avers der untere Punkt nach D: liegt am äußeren Perlenring und ist von Schou nicht bemerkt. Nach C kein Punkt bekannt. Somit Sch 10 mit der dort beschriebenen Legende nicht belegt.
11     86A/87a Karte 43; 8.
12     87A/87a Karte 44; 9.
Bei der zur Beschreibung benutzten Münze ist der Avers undeutlich und darum hat Schou nicht bemerkt, daß der Buchstabe D umgekehrt auf dem Stempel ist.

1568

1 Schill. 1568 91A/87a Als Hinweis Hess 1912/783.
Jetzt SS 21934.

1569

1 Schill. 1569 96A/75b Karte 45; 2.
2     94A/91a Karte 46; 1.

Ohne Jahr (Schou Seite 83)
Arensburg

34 Ferding o.J. 15A/17a Karte 47; 1, (1), (1). (3 Abdrucke).
35     -/16a Karte 48; 2.
36     15B/10b Karte 49; 2 1/2.
37     15A/ 11c Karte 50; 3.

Hapsal

38 Schill. o. J. 15B/08a Karte 51; 4.
39     05A/08a Karte 51; 4a, 4a. (2 Abdrucke).

Arensburg

40 Schill. o. J. 54A/70a Karte 52; 5.
      54B/70a Karte 52; 5 var. a.
41     51C/70a Karte 52; 5a.
Beim Abdruck der Münze auf der Karte 52;5a ist in der Averslegende zufällig der Punkt zwischen O · C nicht ausgeprägt und die Beschreibung bei Schou entspricht nicht mit Stempelgenauigkeit dieser Münze. Davon abgesehen sind aber Koppelungen wie Sch 41 bekannt.
42     52B/62a Karte 53; 6 1/2.
43     56A/62a Karte 54; 6.
44       Auf der Karte 55 vier Abdrucke von Münzen, davon gehören zu Sch 44:
      70H/71a Karte 55; 7.
      70I/71b Karte 55, 7 var. d.
      Der Revers entspricht nicht Sch 44:
70B/74a
Karte 55; 7 var. a.
      70H/73a Karte 55; 7 var. b.
45     70D/72b Karte 56; 8.

Hapsal

46 Schill. o.J. 54B/55a Karte 57; (9).
Bei der Legendenbeschreibung von Sch 46 fehlt der Punkt nach der von Schou üblichen Ausdrucksart, zum Schluß der Legende.
47     52A/54a Karte 57; 9
Beim Abdruck gehört der Revers nicht zu Sch 47. Außerdem in der Legendebeschreibung fehlt der Punkt nach R.
      51A/54a Karte 57; 9 var. a. Entsprricht nicht Sch 47.
48     50A/54a Karte 58; 10, (10). (2 Abdrucke).
      50B/54a Karte 58; 10 var. a.
Diese 3 Abdrucke auf der Karte 58 entsprechen nicht der Beschreibung von Sch 48. Schillinge wie Sch 48 sind nicht bekannt.
49     50B/49a Karte 59; 11.

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